Umweltbewusst einrichten
Langlebige Möbel als Beitrag zum Klimaschutz
Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern eine Grundvoraussetzung beim Wohnen. Doch was bedeutet ökologische Verantwortung beim Möbelkauf? Woran erkennen Sie Möbel, die Standards für Umwelt und Soziales einhalten? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Qualität und Umweltbewusstsein verbinden. Lassen Sie sich inspirieren.
Eine Ware oder auch ein Nahrungsmittel gilt dann als nachhaltig, wenn es ressourcenschonend, umweltfreundlich und nach sozial-ökonomischen Aspekten produziert und gehandelt wird. Die Idee hinter der Nachhaltigkeit ist, bestimmte Rohstoffe und andere Schätze der Erde so zu nutzen, dass diese auch in Zukunft und für lange Zeit nutzbar sind. Mit Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen wird bei einer umweltschonenden Produktion nicht mehr verbraucht, wie nachwachsen kann.
Zu den zentralen Schlagworten in punkto Nachhaltigkeit gehören Ökologie, Qualität, Herkunft und soziale Gerechtigkeit.
Ökologie:
Als ökologisch gilt zum Beispiel eine besonders umweltschonende Produktion, der Einsatz für Tierwohl oder auch das Verwenden recycelter Materialien. Somit steht Ökologie für den Schutz von Umwelt und Ressourcen.
Qualität:
Dieses Kriterium wird mit Langlebigkeit verbunden. Es steht für eine dauerhafte Nutzung mit dem Aspekt der Müllvermeidung und Energie-, sowie Ressourcenschonung. Wer auf langlebige Qualität setzt, setzt ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft.
Herkunft:
Im Sinne der Nachhaltigkeit stehen kurze Transport- und Lieferwege im Fokus. Regionale Produkte verhindern unnötige Emissionen und halten den CO²-Fußabdruck klein.
Soziale Gerechtigkeit:
Der Schutz von Menschenrechten und Arbeitsschutz ist ein wichtiger Teil der ganzheitlichen Nachhaltigkeit. Oftmals als Fairtrade bezeichnet, steht sie für sichere und faire Arbeitsbedingungen.
Was zeichnet langlebige und bewusste Möbel aus?
Ein bewusst gewähltes Möbelstück ist oft aus langlebigen Materialien gefertigt, schont Ressourcen und ist idealerweise reparierbar.
Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie eine Herstellung, die Emissionen minimiert und auf soziale Standards in der Lieferkette achtet, stehen im Fokus.
Ob ein Möbelstück diese Kriterien erfüllt, erkennen Sie an unabhängigen Prüfsiegeln wie dem Blauen Engel oder dem Goldenen M.
Der Begriff "Öko-Möbel" kennzeichnet Produkte, die nachweislich aus kontrollierten Rohstoffen bestehen und bei denen die Hersteller auf kritische Holzschutzmittel verzichten.
Woran erkennt man die Einhaltung von Umweltstandards bei Möbeln?
Wer langfristig umweltbewusster wohnen will, sollte beim Kauf von Möbeln darauf achten, dass diese regional in Deutschland hergestellt werden. Im Idealfall stammen auch die einzelnen Bestandteile aus Deutschland oder europäischen Ländern. Doch wie kann man sicher sein, dass dies alles zutrifft und das Produkt strenge Umweltkriterien erfüllt? In diesem Fall helfen Zertifizierungen und Siegel. Achten Sie zum Beispiel bei Möbeln aus Holz auf Siegel wie FSC, PEFC oder Naturland. Diese zeigen, dass das verwendete Holz aus ökologisch verantwortlicher und sozial verträglicher Forstwirtschaft stammt.
Halten Sie sich an die gängigen, seriösen und offiziell geprüften Siegel. Bei diesen wird die Einhaltung der Kriterien von unabhängigen Prüfinstituten in regelmäßigen Abständen geprüft. Oftmals sogar entlang der gesamten Lieferkette, damit eine Beimischung von nicht zertifizierter Ware ausgeschlossen ist.
Nachhaltigkeit - relevante Siegel & Label für Möbel
- Blauer Engel
- Goldenes M
- ÖkoControl
- FSC®
- PEFC
- Naturland
- SA8000
- BSCI
- GOTS
- Standard 100 by OEKO-Tex®
- Grüner Knopf
Wohnräume langlebig gestalten
Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Trend, sondern unsere Zukunft. Diesbezüglich passen wir unsere Ernährungsgewohnheiten, unser Reiseverhalten, unseren Konsum und auch die Art wie wir wohnen an. Diese Punkte können wir selbst gestalten und so für eine positivere Umweltbilanz sorgen. Vor allem die Möglichkeiten, Zuhause umweltbewusster zu wohnen sind riesig. Angefangen vom Umgang mit Müll, der Vermeidung von Plastik, über den Einsatz energiesparender Elektrogeräte und sparsames Heizen, bis hin zum Einsatz langlebiger Möbel. In den eigenen vier Wänden macht all das einen Unterschied.
Das umweltbewusste Wohn- und Esszimmer
Setzen Sie auf natürliche Materialien! Ideal sind ökologische Kommoden, Sideboards, Wohnwände und Esstische aus zertifiziertem Holz. In Kombination mit Naturstein und Glas bringen diese langlebigen Möbel einen modernen Charme und ein angenehmes Ambiente in den umweltbewussten Wohn- und Essbereich. Dazu passen Naturstoffe wie Sisal, Baumwolle, Wolle oder auch Leder. Selbstverständlich sollten auch diese umweltverträglich bearbeitet sein.
Um Heizkosten zu sparen, achten Sie darauf, dass die Möbel und aufgehängten Vorhänge die Wärme-Ausbreitung im Raum nicht behindern. Auch die Wahl der Leuchtmittel sollte unter dem Aspekt der Energieeinsparung getroffen werden. Achten Sie hierbei auf die Energielabels.
Das langlebige Schlafzimmer
Wie im Wohnzimmer, wird auch im Schlafzimmer auf natürliche Materialien gesetzt. Neben dem Kleiderschrank und dem Bett aus zertifiziertem Holz spielen hier jedoch auch die Textilien eine große Rolle. Achten Sie daher beim Kauf Ihrer Matratze, der Bettwäsche und den Bezügen ebenfalls auf Zertifizierungen wie das OEKO-Tex-Siegel, welches die Schadstoffprüfung der Textilien bestätigt.
Zu empfehlen sind beispielsweise Matratzen aus Naturlatex. Diese gelten als langlebig, schadstoffgeprüft und zeichnen sich durch eine ressourcenschonende Rohstoffgewinnung aus. Für die Bezüge bieten sich statt synthetischer Textilien natürliche Stoffe wie Leinen oder Baumwolle an. Wählen Sie zudem die Bettwäsche sowie die Bezüge entsprechend der Jahreszeit, um so gegebenenfalls Heiz- und Energiekosten zu sparen.
Speziell im Schlafzimmer wirkt sich das Verwenden natürlicher Materialien direkt positiv auf unser Wohlbefinden aus. Das Raumklima wird spürbar verbessert und erhöht den persönlichen Schlafkomfort.
Unser Tipp: Stellen Sie Pflanzen auf. Diese sorgen für ein frisches Raumklima und eine gesunde Raumluft. Zudem wirkt ein Zimmer mit Pflanzen gleich noch viel gemütlicher.
Verantwortungsvolle Materialien für den Garten- und Balkonbereich
Auf der Terrasse und dem Balkon ist die Verbindung zur Natur am intensivsten. Umso wichtiger ist es, auch bei Gartenmöbeln auf bewusste Materialentscheidungen zu setzen. Wer den Außenbereich umweltbewusst gestalten möchte, greift idealerweise zu Gartenmöbeln aus heimischen Holzarten wie Lärche, Robinie oder Eiche, die von Natur aus extrem witterungsbeständig sind und kurze Transportwege aufweisen.
Sollten Sie sich für edle Exotenhölzer wie Teak entscheiden, achten Sie zwingend auf das Vorhandensein des FSC®- oder PEFC-Siegels. Diese Zertifikate garantieren, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt und nicht aus illegalem Raubbau.
Ein oft unterschätzter Faktor für den Ressourcenschutz ist zudem die richtige Pflege: Hochwertige Gartenmöbel aus zertifiziertem Holz oder recyclingfähigen Metallen wie Aluminium lassen sich durch regelmäßige Pflege und passende Schutzhüllen über viele Jahre hinweg nutzen. Diese Langlebigkeit schont wertvolle Rohstoffe und vermeidet frühzeitigen Sperrmüll.
Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird in immer mehr Bereichen wichtig und spielt eine wachsende Rolle in unserem Leben. Was vor wenigen Jahren noch als Trend galt, ist heute für viele Grundvoraussetzung. Kein Wunder also, dass viele Hersteller mittlerweile auf eine umweltbewusstere Produktion setzen. Darunter fallen auch renommierte Möbelhersteller wie Himolla und Bretz im Bereich Polstermöbel, sowie Hartmann Massivholzmöbel und Voglauer im Bereich Wohnen und Schlafen.
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